WordPress auf dem Freehoster bplaced.net

Wer wie ich eine WordPressinstallation bei dem kostenlosen Webhoster bplaced.net betreibt, der muss leider damit leben, dass Aktualisierungen und Plugins nicht automatisch bzw. per Mausklick installiert werden. Ein aktuelles WordPress CMS und aktuelle Plugins sind aber für die (Daten-) Sicherheit einer Internetseite und eines Blogs unumgänglich.

Einschränkungen in der kostenlosen bplaced Version:

In der kostenlosen Version von bplaced werden externe Serververbindungen blockiert. Das führt unter anderem dazu, dass Ping- und Trackbacks nicht möglich sind, manche Plugins nicht oder nur eingeschränkt funktionieren, Plugins, Themes und Updates nur manuell installiert werden können und die eigene WordPressinstallation auch nicht über neue Aktualisierungen berichtet. Die manuelle Installation von Plugins und Updates via FTP stellt nicht wirklich ein Problem dar und ist bei sparsamer Pluginnutzung schnell erledigt.

Die Blockade der Verbindungen resultiert in solchen Fehlermeldungen auf dem Dashboard, die man aber durch Deaktivieren der WordPress Nachrichten und Ping- Trackbacks ausblenden kann: RSS-Fehler: WP HTTP Error: Es sind keine HTTP-Transports verfügbar, welche die gewünschte Abfrage ausführen könnte.

WordPress Dashboard Einstellungen

 

Updates:

Das größte Problem besteht erst einmal darin, auf Updates aufmerksam zu werden. Eine gute Möglichkeit bietet hierbei der Blog der WordPress Deutschland Seite. Dort wird zeitnah über neue WordPress-Versionen informiert und auch eine Erklärung für das manuelle Upgrade wird mitgeliefert. Natürlich schaue ich aber nicht jeden Tag dort vorbei, sondern habe den Blog mit einem RSS-Reader abonniert. Persönlich nutze ich den Dienst Feedly täglich, bei dem ich einige Nachrichtenseiten und Blogs abonniert habe und werde so auf WordPress-Updates zeitnah hingewiesen.

Wenn ich also dann die neue WP-Version herunterlade, überprüfe ich gleich noch meine beiden Plugins Limit Login Attempts und WordPress SEO und das Theme auf Updates und lade diese gegebenenfalls auch.

Bei dokupress.de gibt es eine ausführliche Anleitung, wie man manuell auf eine neue WordPress-Version upgradet. Hier nur kurz die wichtigen Schritte. Für ausführlichere Informationen bitte den Link klicken!

  • Backup der Datenbank (bei bplaced -> MySQL-Datenbanken -> phpMyAdmin -> einloggen -> Exportieren)
  • Backup aller Dateien im Webspace (per FTP verbinden und den kompletten WordPress-Ordner sichern)
  • Plugins deaktivieren
  • Löschen der alten Dateien außer wp-config.php, den Ordner wp-content  und .htaccess
  • aktuelle Dateien hoch laden
  • (gegebenenfalls Pluginupdates in wp-content/plugins hoch laden)
  • (gegebenenfalls Themeupdates in wp-content/themes hoch laden)
  • im Browser meinedomain.de/wp-admin/upgrade.php bzw. meinedomain.de/upgrade.php aufrufen
  • Plugins wieder aktivieren

Backups!

Bei Wartungsreleases wird ein sogenanntes Upgradepaket bereitgestellt, das nur die veränderten Dateien enthält. Damit kann man dann die alten Dateien überschreiben. Ein Backup würde ich aber IMMER vorher anlegen. Falls doch etwas schief geht steht man hinterher nicht mit leeren Händen da.

SEO:

Da mit den blockierten Serververbindungen auch die Update Services von WordPress nicht funktionieren, die verschiedene Dienste über neue Beiträge informieren habe ich kurzerhand das oben genannte Plugin WordPress SEO installiert (einfach herunterladen und per FTP in wp-content/plugins hoch laden). Dieses Plugin hat unter anderem die nützliche Funktion eine Sitemap anzulegen, die man dann selbst bei den Google Webmastertools und/oder den Bing Webmastertools hinzufügen kann. Dazu muss man sich bei den genannten Diensten registrieren, seine Webseite hinzufügen und dann die Sitemap einreichen. Das führt dazu, dass die beiden großen Suchmaschinen Google und Bing trotzdem relativ schnell über neue Beiträge informiert werden.

Login alle 3 Monate:

Erwähnenswert ist vielleicht noch die Tatsache, dass man sich in der kostenlosen Variante bei bplaced mindestens ein mal alle drei  Monate bei bplaced.net anmelden muss, sonst wird der Account deaktiviert und nach einiger Zeit gelöscht. Aber keine Angst, versäumt man diese Frist, wird man mindestens 3 mal per Email benachrichtigt, bevor der Account wirklich gelöscht wird. Spätestens bei Updates muss man sich aber sowieso für ein Backup der Datenbank anmelden (sofern man kein WordPress-Plugin für die Backups nutzt).

Wem das zu umständlich ist, der kann natürlich gegen einen geringen Beitrag entweder auf bplaced Pro upgraden oder eben zu einem anderen Paid-Hoster wechseln.

Fazit:

Selbst bin ich mit dem kostenlosen Hosting bei bplaced zufrieden und mit den oben genannten Einschränkungen habe ich nicht wirklich Probleme. Einzig die teils langsame Reaktionszeit der Server bereitet mir hin und wieder Kopfzerbrechen. Der nette Support hat mir aber versichert sich das genauer anzusehen. Vor allem die „Uptime“ bei bplaced konnte bisher noch von keinem anderen kostenlosen Webhoster auch nur annähernd erreicht werden.

 

Ein Gedanke zu „WordPress auf dem Freehoster bplaced.net“

  1. Vielen Dank für den Artikel.
    Viele wichtige Informationen an einer Quelle. Für Anfänger wie mich sehr hilfreich, da ich bplaced free und WordPress benütze.
    Wenn man diese Meldung
    RSS Error: WP HTTP Error: No working transports found
    im dashboard erhält, ist man ja zunächst schon etwas verblüfft. Jetzt weiß ich warum.
    Danke dafür.

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