Ubuntu One schließt die Pforten – Wuala als Alternative?

Ubuntu One schließt (leider) seine Pforten. Selbst habe ich den Cloud-Speicherdienst ganz gerne genutzt. Zum einen war das Programm bei Ubuntu schon vorinstalliert und zum anderen war es kinderleicht Dateien in den Ordner zu verschieben und auf beliebig vielen anderen Rechnern immer den gleichen Ordnerinhalt zu haben. Der Hauptgrund war allerdings, dass ich vor den „Großen“ wie Dropbox, Onecloud oder Google Drive einen Bogen machen wollte. Vor allem nach den Abhörskandalen fühlte ich mich bei Ubuntu One etwas sicherer.

Als Alternative habe ich jetzt Wuala für mich entdeckt.

Wuala – Der sichere Cloud-Speicher:

Update: Seit dem 11.06.2014 bietet Wuala nur noch kostenpflichtigen Onlinespeicher an! Offizielles Statement

 

Bereits registrierte Mitglieder behalten ihren kostenlosen Speicher aber weiterhin.
An sich macht Wuala mit minimalem Aufwand für mich das gleiche wie Ubuntu One vorher, nämlich einen oder mehrere Ordner (sicher) auf verschiedenen Rechnern zu synchronisieren.

Installation

Installiert wird Wuala indem man sich das fertige Paket von der Herstellerseite herunterlädt. Die Installation unter Ubuntu ist im Wiki von Ubuntuusers schön erklärt (Java wird benötigt).  Wer mir 1GB Speicher schenken möchte kann diesen Reflink zu Wuala nutzen, sonst hier der Direktlink. Bei der Installation kann man einen Gutschein-Code für zusätzlichen Speicher eingeben (Standard sind 5GB kostenlos). Hier bin ich fündig geworden und habe 1GB mehr erhalten.

Autostart

Um den Dienst beim Start des Computers im Hintergrund zu starten fügt man in die Startprogramme folgenden Befehl ein:
wuala -silent
Leider gibt es kein Trayicon um über die Synchronisation informiert zu werden. Dazu muss die Anwendung gestartet werden.

Bedienung

Die Oberfläche des Programms bringt keine Überraschungen mit.

Um einen Ordern synchronisieren zu lassen klickt man auf Hinzufügen und Sync. Backupordner sind genau so möglich, wie das einfache Verschieben von Dateien in den Wuala Ordner. Mehr Infos zu den Funktionen findet man im Wiki von Ubuntuusers oder auf der Herstellerhomepage.

Dank der Dateisystem-Integration ist das Wuala Laufwerk auch in den Dateimanagern eingebunden. Mit dem Autostartbefehl von oben ist das Laufwerk nach jedem PC Start immer gleich eingebunden und die Synchronisation läuft im Hintergrund ab.

Fazit

Bisher scheint alles gut zu funktionieren. Getestet habe ich den Dienst zwar jetzt noch nicht auf Herz und Nieren, aber er macht einen guten Eindruck. Auf den Datenschutz und die Sicherheit der Nutzer wird laut Hersteller auch mehr Wert gelegt, als es bei der meisten Konkurrenz der Fall ist.

Da ich Ubuntu One auch gerne am Handy benutzt habe um Dateien bequem vom Smartphone auf einen/mehrere Rechner zu schieben gibt es Gott sei Dank von Wuala eine App für Android und iOS. Die App ist aber leider (wie bei Ubuntu One) etwas sehr abgespeckt. Zum Dateien hoch- und herunterladen reicht sie aber vollkommen aus.

 

2 Gedanken zu „Ubuntu One schließt die Pforten – Wuala als Alternative?“

  1. Hi,
    Wuala wird wohl auch meine erste Wahl werden. OwnCloud selbst aufsetzen ist mir zu mühselig für die paar Daten die ich synchronisiere. Einen kostenlosen OwnCloud-Provider gibt es leider nicht. Bin gespannt auf weitere Erfahrungsberichte.
    Michael

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